In Resonanz mit Natur und Kosmos
Zurück in die Zukunft / Vorwärts zum Ursprung
Der Mensch funktioniert – und hat dabei weitgehend vergessen, wer er ist. Der heutige Alltag zieht seine Aufmerksamkeit permanent nach außen: Arbeit, Termine, Konsum, Medien, soziale Netzwerke, Nachrichten, Unterhaltung, Reaktion auf Reaktion. Die Verbindung zum eigenen höheren Bewusstsein wird dabei aus dem täglichen Erleben verdrängt, überlagert und schließlich vergessen. Der Mensch sucht Antworten überall – nur nicht mehr dort, wo seine tiefste Verbindung beginnt: in sich selbst.
Dabei liegt genau dort seine eigentliche Größe. Nicht in immer mehr Technik, nicht in noch mehr Information und auch nicht in der nächsten künstlichen Erweiterung, sondern in der Rückkehr zu jenen Verbindungen, die ihn mit seinem ursprünglichen Bewusstsein, mit der Natur und mit dem Kosmos verbinden. Bewusstseinsentwicklung bedeutet nicht, etwas Neues zu erfinden. Sie bedeutet, wieder Zugang zu dem zu bekommen, was im Menschen ursprünglich angelegt war und erneut lebendig werden kann.
Im vorangegangenen Artikel über die vergessene Chronik der Menschheit führte uns dieser Gedanke bereits zur Vorstellung einer ursprünglichen 12-Strang-DNS. Dort half der Vergleich mit einem modernen Smartphone, eine einfache Tatsache sichtbar zu machen: Ein hochentwickeltes System kann äußerlich vollständig vorhanden sein und dennoch nur einen kleinen Teil seiner ursprünglichen Möglichkeiten nutzen. Beim Menschen beginnt hinter diesem Vergleich jedoch erst die eigentliche Reise. Denn hier geht es nicht um zusätzliche Funktionen. Es geht um Wahrnehmung, Informationsräume, Resonanz und die Verbindung mit einem höheren Bewusstsein, das nicht an der Grenze des Körpers endet.
„In Resonanz mit Natur und Kosmos“ bezeichnet in diesem Zusammenhang eine unmittelbare Verbindung im Hier und Jetzt: bewusste Wahrnehmung, Stille, Naturerfahrung und die Rückbindung an das höhere Bewusstsein. Astrologie, Horoskope, Prophezeiungen oder Zukunftsdeutungen gehören nicht zu diesem Verständnis.
1. Vom Überleben zum erweiterten Bewusstsein – der Mensch als mehrschichtiges Wesen
Der moderne Mensch hat gelernt, innerhalb eines erstaunlich engen Ausschnitts seiner Möglichkeiten hervorragend zu funktionieren. Er organisiert sein Leben, verdient seinen Lebensunterhalt, pflegt Beziehungen, verarbeitet riesige Informationsmengen und reagiert auf eine Welt, die seine Aufmerksamkeit ununterbrochen fordert. Seine Sinne liefern Bilder, Geräusche, Berührungen und Eindrücke; der Verstand ordnet, bewertet und entscheidet. Dieses System trägt uns zuverlässig durch den Alltag.
Doch der Mensch ist größer als dieser Ausschnitt.
Überlieferungen aus völlig unterschiedlichen Zeiten beschreiben den Menschen als mehrschichtiges Wesen. Sie erzählen von inneren Energiezentren, feinen Informationswegen, Bewusstseinsräumen und Wahrnehmungsmöglichkeiten, die weit über das gewöhnliche Denken und die fünf bekannten Sinne hinausreichen. Die Begriffe verändern sich von Kultur zu Kultur, die Bilder ebenfalls – doch immer wieder erscheint derselbe Grundgedanke: Der Mensch lebt nicht isoliert in einer äußeren Welt. Er steht in einem lebendigen Verhältnis zu Erde, Natur und Kosmos.
Genau an dieser Stelle verändert sich die Bedeutung von Entwicklung. Entwicklung heißt dann nicht einfach, schneller zu denken, mehr zu wissen oder leistungsfähiger zu werden. Sie bedeutet, Resonanzräume wieder zu öffnen, innere Verbindungen zurückzugewinnen und die Beziehung zum eigenen höheren Bewusstsein, zur Natur und zum kosmischen Zusammenhang bewusst zu erleben.
Und diese Verbindung trägt zugleich Verantwortung in sich. In Marciniaks Bringers of the Dawn werden die ursprünglichen menschlichen Bewohner ausdrücklich als „stewards of this planet“, als Hüter beziehungsweise Bewahrer der Erde, bezeichnet. Die Erde erscheint dort nicht als beliebiger Planet, sondern als eine „Living Library“, eine lebendige Bibliothek, in der genetisches Material aus vielen unterschiedlichen Welten zusammengeführt worden sei. Earth – Pleiadian Keys to the Living Library führt dieses Bild weiter und beschreibt die Erde als einen außergewöhnlichen Informations- und Lebensraum.
Ein faszinierendes Echo findet sich in einer viel älteren und völlig unabhängigen Quelle. Der Pṛthivī Sūkta des Atharvaveda beschreibt die Erde unmittelbar als Mutter und den Menschen als aus ihr hervorgegangen. Noch kraftvoller ist Vers 35: Was der Mensch der Erde entnimmt, soll wieder wachsen; ihre Lebensbereiche sollen unversehrt bleiben. Hier begegnet uns keine abstrakte Umweltethik, sondern eine Beziehung: Der Mensch lebt von der Erde und wirkt zugleich für ihr Gedeihen.
Zwei Überlieferungen, Welten voneinander entfernt – und beide rücken die Beziehung des Menschen zur Erde in den Mittelpunkt. Genau hier bekommt Bewusstseinsentwicklung Boden unter den Füßen. Sie führt nicht aus der Natur heraus, sondern tiefer in die Verbindung mit ihr hinein.
2. Bewusstsein oder Körper – wo beginnt der Mensch wirklich?
Wir haben uns daran gewöhnt, den Menschen vom Körper aus zu betrachten: Der Körper entsteht, das Gehirn entwickelt sich, Nervenzellen vernetzen sich – und daraus soll schließlich Bewusstsein hervorgehen.
Die in Urlogik zugrunde gelegte Architektur des Bewusstseins kehrt diese Blickrichtung um.
Bewusstsein steht am Anfang.
Der Körper erzeugt es nicht. Er gibt ihm innerhalb der materiellen Welt einen Erfahrungsraum. Gehirn, Nervensystem, Sinne, DNS und energetische Strukturen werden damit zu Ausdrucks-, Wahrnehmungs- und Verbindungsebenen eines Bewusstseins, das umfassender ist als seine körperliche Erscheinung.
Diese Perspektive verändert die gesamte Vorstellung menschlicher Entwicklung. Bewusstsein muss nicht erst aufgebaut werden. Entscheidend ist die Verknüpfung mit dem ursprünglichen höheren Bewusstsein. Je klarer diese Verbindung wird, desto weiter kann Wahrnehmung reichen, desto mehr Ebenen können miteinander kommunizieren und desto vollständiger kann sich Bewusstsein innerhalb des menschlichen Lebens ausdrücken.
DNS und Chakren erhalten dadurch eine völlig andere Bedeutung. Sie stehen nicht am Ursprung des Bewusstseins. Sie können als Resonanz- und Informationsstrukturen verstanden werden, durch die Bewusstsein Erfahrungen in unterschiedlichen Räumen verbindet.
Damit richtet sich der Blick plötzlich nicht mehr nur auf die Frage, wie der Körper funktioniert. Eine viel spannendere Frage tritt hervor: Wie weit reicht der Mensch über das hinaus, was er im Alltag von sich selbst wahrnimmt?
3. Die 12-Strang-DNS – das Modell eines anders verbundenen Menschen
Barbara Marciniaks Überlieferungen zeichnen hierzu ein außergewöhnliches Bild. In Bringers of the Dawn erscheinen sogenannte „light-encoded filaments“ – lichtcodierte Informationsfilamente. Millionen und Milliarden feinster Strukturen sollen Informationen tragen, sich miteinander verbinden und Helices bilden. Die beschriebenen Helices entwickeln sich in Gruppen, bis zwölf Stränge beziehungsweise Helixstrukturen miteinander arbeiten. Jeder dieser Stränge steht wiederum mit einem Chakra- oder Informationszentrum in Verbindung.
In Earth – Pleiadian Keys to the Living Library wird dieses Bild noch anschaulicher. Die zwölf Stränge können dort zur Vorstellung als sechs Paare betrachtet werden, ohne diese Paarung als starre Anordnung festzuschreiben. Der entscheidende Gedanke liegt ohnehin nicht in der Geometrie, sondern in der Vernetzung: Zwölf Informationsstrukturen verbinden sich mit zwölf Resonanzzentren und eröffnen dadurch einen größeren Wahrnehmungs- und Informationsraum.
Damit verliert die Vorstellung der 12-Strang-DNS sofort den Charakter einer bloßen anatomischen Kuriosität. Es geht um einen Menschen, dessen Informationssystem umfassender verbunden ist.
Marciniaks Texte verbinden diesen Zustand unter anderem mit telepathischer Kommunikation, erweitertem Informationszugang und einer Wahrnehmung, die über die alltäglichen Sinneskanäle hinausreicht. Besonders stark ist dabei das Motiv der Erinnerung: Die Wiederverbindung führt nicht einfach zu „neuen Fähigkeiten“, sondern zur bewussteren Erinnerung daran, wer der Mensch ist und wozu sein Bewusstsein Zugang besitzt.

4. Sieben plus fünf – zwölf Chakren als wachsende Resonanzräume
Die zwölf DNS-Verbindungen stehen in diesem Modell nicht allein. Sie sind mit zwölf Chakra- beziehungsweise Informationszentren gekoppelt. Sieben davon sind unmittelbar mit dem verkörperten Menschen verbunden, fünf erweitern den Resonanzraum Schritt für Schritt über den Körper hinaus.
Die Bewegung ist faszinierend: Sie beginnt im Menschen selbst und öffnet sich von dort in immer größere Zusammenhänge. Der Körper bleibt die Basis, doch der Bezugsraum wächst – vom unmittelbaren persönlichen Feld über die Erde bis zum Sonnensystem, zur Galaxis und schließlich in einen universellen Raum. Bringers of the Dawn beschreibt diese Zuordnung ausdrücklich: Das achte Zentrum liegt zunächst körpernah, das neunte verbindet sich mit dem Erdfeld, das zehnte mit dem Sonnensystem, das elfte mit der Galaxis und das zwölfte mit einem Bereich des Universums.
Die zwölf Zentren lassen sich innerhalb dieses Modells so verstehen:
- Wurzelchakra – körperliche Verankerung und materielle Erfahrung
- Sakralchakra – Lebensenergie und schöpferische Bewegung
- Solarplexuschakra – persönliche Kraft und Ausrichtung
- Herzchakra – Verbindung, Beziehung und Mitgefühl
- Kehlchakra – Ausdruck und Kommunikation
- Stirnchakra / Drittes Auge – innere Wahrnehmung und Erkenntnis
- Kronenchakra – Verbindung zum höheren Bewusstsein
- Körpernaher transpersonaler Resonanzraum – erste Erweiterung über die physische Gestalt hinaus
- Erdraum – Verbindung mit Erde und ihrem energetischen beziehungsweise informativen Feld
- Sonnensystem – Resonanz mit dem solaren Raum
- Galaktischer Raum – Verbindung mit dem größeren galaktischen Informationsraum
- Universeller Raum – Resonanz über die eigene Galaxis hinaus
Die fünf zusätzlichen Zentren sind damit keine bloße Verlängerung einer senkrechten Chakra-Kette. Sie beschreiben wachsend große Resonanzräume. Der Mensch bleibt körperlich verankert und erweitert gleichzeitig die Reichweite seiner Verbindung.
In diesem Bild entsteht eine beeindruckende Architektur: Körper, Erde und Kosmos stehen nicht getrennt nebeneinander. Sie bilden unterschiedliche Ebenen eines zusammenhängenden Resonanzraums.

5. Verschiedene Überlieferungen – verschiedene Landkarten eines größeren Bewusstseins
An diesem Punkt lohnt sich ein Blick weit zurück. Denn das Zwölfermotiv beginnt nicht erst mit moderner 12-Strang-DNS-Literatur. Der Vijñānabhairava Tantra beschreibt in Vers 30 eine Folge von zwölf aufeinanderfolgenden energetischen Stationen. Der ursprüngliche Sanskrittext spricht von einer zwölffachen Folge, die von gröberen zu subtileren Zuständen führt. Spätere Kommentierung nennt zwölf konkrete Stationen von körpernahen Bereichen bis zu Śakti und Vyāpinī.
Es wäre falsch, daraus eine identische Lehre abzuleiten. Genau deshalb gewinnt der Vergleich an Reiz: Wir sehen nicht ein System, das hundertfach abgeschrieben wurde, sondern unterschiedliche Landkarten, entstanden in unterschiedlichen Zeiten und geistigen Welten.
| Überlieferung | Bild des Menschen | Bewegung des Bewusstseins |
|---|---|---|
| Vijñānabhairava Tantra | Mensch mit zwölf aufeinanderfolgenden energetischen Stationen | vom körpernahen Erleben in subtilere Bewusstseinszustände |
| Marciniak – Bringers of the Dawn / Earth | zwölf DNS-/Informationsstrukturen mit zwölf Resonanzzentren | vom verkörperten Menschen über Erde und Kosmos in größere Informationsräume |
| Atharvaveda – Pṛthivī Sūkta | Mensch als unmittelbar mit der Erde verbundenes Wesen | bewusste Zugehörigkeit zur lebendigen Erde und verantwortliches Wirken in ihr |
Keines dieser Modelle muss das andere erklären. Genau darin liegt ihre Stärke. Der Leser kann sie nebeneinander betrachten, ihre Eigenarten wahrnehmen und selbst erkennen, welche Resonanz zwischen ihnen entsteht.
Das gemeinsame Motiv ist kraftvoll: Der Mensch wird größer gedacht als sein alltäglicher Funktionsmodus. Er lebt in Beziehungen – zu seinem inneren Bewusstsein, zu seiner körperlichen Erfahrung, zur Erde und zu einem größeren kosmischen Zusammenhang.
6. Zwei Wege menschlicher Entwicklung – Resonanz oder technische Erweiterung
An diesem Punkt öffnet sich ein faszinierender Gegensatz zweier vollkommen verschiedener Vorstellungen menschlicher Zukunft.
Der Transhumanismus richtet seinen Blick auf technische Erweiterung. Gehirn und Computer sollen enger gekoppelt werden, biologische Funktionen lassen sich ergänzen, Leistung kann technisch gesteigert und der Körper immer stärker mit künstlichen Systemen verbunden werden.
Das Menschenbild dieses Artikels setzt an einer ganz anderen Stelle an. Es richtet den Blick nicht auf fehlende Technik, sondern auf ursprüngliche Verbindungen. Nicht auf zusätzliche Hardware, sondern auf Resonanz. Nicht auf das Überschreiten des Menschen durch Technik, sondern auf die Wiederentdeckung seiner eigenen Bewusstseinsräume.
Damit stellt sich eine Frage, die weit tiefer reicht als jede Diskussion über Geräte oder Implantate:
Warum den Menschen technisch neu entwerfen, bevor wir wieder verstanden haben, was der Mensch ursprünglich war und was er wieder werden kann?
Bezugnehmend auf den vorhergehenden Artikel liegt genau hier die entscheidende Verschiebung. Der Mensch muss nicht erst zu etwas völlig Neuem konstruiert werden. Seine Entwicklung kann darin bestehen, verlorene Verbindungen zurückzugewinnen, Bewusstsein umfassender zu verkörpern und seine Beziehung zu Natur und Kosmos wieder bewusst zu leben.
Damit ist der technische Weg nicht das Zentrum dieses Artikels. Er dient als Kontrastfolie – und macht umso deutlicher, wie groß der Raum ist, der sich öffnet, sobald der Mensch seine Entwicklung wieder von innen heraus begreift.
7. Die Chance der Wiederverbindung – wenn aus Trennung wieder Resonanz wird
Jetzt bekommt die gesamte Reise eine unmittelbare Bedeutung für unser eigenes Leben.
Noch nie konnte ein Mensch innerhalb weniger Sekunden mit so vielen anderen Menschen kommunizieren. Noch nie standen ihm so viele Informationen zur Verfügung. Noch nie war Wissen in diesem Umfang erreichbar. Genau darin liegt eine enorme Chance – wenn wir unsere Aufmerksamkeit wieder selbst führen.
Denn Aufmerksamkeit ist die Tür, durch die unsere Wirklichkeit zu uns kommt.
Richten wir sie ununterbrochen nach außen, wird unser Bewusstseinsraum von äußeren Impulsen gefüllt. Richten wir sie bewusst auch nach innen, entsteht ein völlig anderer Erfahrungsraum. Körperwahrnehmung wird klarer. Gedanken ordnen sich. Intuition erhält Raum. Natur wird wieder unmittelbar erlebt. Und aus einzelnen Eindrücken beginnt sich ein Zusammenhang zu formen.
Genau darin liegt die Kraft des Bildes der Wiederverbindung. Ein getrenntes System muss nicht neu erfunden werden. Es braucht Verbindung. Was voneinander isoliert war, kann wieder miteinander kommunizieren. Körper, Wahrnehmung, Gefühl, Denken und höheres Bewusstsein werden nicht als konkurrierende Bereiche erlebt, sondern als Ebenen eines zusammenhängenden Menschen.
Dasselbe gilt für die Beziehung zur Erde. In Marciniaks Modell trägt der Mensch die Rolle des Hüters einer lebendigen Bibliothek. Im Atharvaveda begegnet uns die Erde als Mutter, deren Lebensraum bewusst gepflegt und erneuert wird. Beide Bilder führen zu einer positiven Konsequenz: Je bewusster der Mensch sich selbst erlebt, desto bewusster wird auch seine Beziehung zum Leben um ihn herum. Think About It Aliens
Hier schließt sich ein Kreis. Bewusstseinsentwicklung ist keine private Flucht ins Innere. Sie verändert, wie ein Mensch handelt, wahrnimmt, gestaltet, erschafft und mit anderem Leben in Beziehung tritt. Innere Verbindung wird zur äußeren Haltung.
Und genau hier öffnet sich die Tür zum wichtigsten Teil dieses Artikels.
8. Wenn der Lärm verstummt – der direkte Weg zurück zur eigenen Wahrnehmung
Ein stiller Morgen ohne Bildschirm verändert bereits die Richtung eines Tages.
Kein fremder Gedanke drängt sich als Erstes ins Bewusstsein. Keine Nachricht bestimmt die Stimmung. Kein Algorithmus entscheidet, worauf sich die Aufmerksamkeit richtet. Es entsteht Raum – und in diesem Raum beginnt etwas wieder hörbar zu werden, das im permanenten Strom äußerer Reize leicht untergeht: die eigene Wahrnehmung.
Genau dort beginnt Bewusstseinsentwicklung praktisch.
Stille ist dabei keine Leere. Sie ist ein offener Raum. Gedanken können sich zu Ende bewegen. Körperempfindungen werden klarer. Intuition bekommt Kontur. Innere Bilder tauchen auf. Zusammenhänge zeigen sich, für die im schnellen Alltag kein Platz war. Der Mensch beginnt wieder zu unterscheiden, welche Impulse wirklich aus seinem Inneren entstehen und welche lediglich durch Gewohnheit, Umgebung oder fremde Erwartungen in Bewegung gesetzt wurden.
Noch kraftvoller wird dieser Prozess in der Natur. Ein Wald verlangt keine Antwort. Ein See erwartet keine Reaktion. Der Wind möchte nichts verkaufen. Ein Himmel voller Sterne braucht keine Zustimmung. Die Natur zieht Aufmerksamkeit nicht an sich – sie öffnet sie.
Und genau darin liegt ihre besondere Kraft.
Wer sich ohne permanente Ablenkung in diese Räume begibt, erlebt, wie sich Wahrnehmung verändert. Der Atem wird tiefer, der Körper präsenter, der Blick weiter. Geräusche bekommen Tiefe. Licht verändert seine Wirkung. Zeit verliert ihren gewohnten Druck. Aus dem ständigen Denken entsteht Beobachtung. Aus Beobachtung entsteht Klarheit. Und aus Klarheit kann Verbindung wachsen.
Meditation, bewusste Atmung, Musik, schöpferische Tätigkeit, Bewegung, Naturkontakt und echte Selbstbeobachtung führen in denselben Raum: Sie geben der eigenen Aufmerksamkeit ihre Freiheit zurück. Nicht als Programm zur Selbstoptimierung, sondern als Einladung, das eigene Bewusstsein wieder unmittelbar zu erfahren.
Damit verändert sich auch die Suche nach Erkenntnis. Erkenntnis wird nicht mehr ausschließlich konsumiert. Sie wird erlebt. Der Mensch wartet nicht mehr darauf, dass eine weitere Stimme von außen erklärt, wer er ist. Er beginnt wieder, sich selbst wahrzunehmen.
Und plötzlich bekommt die Vorstellung von zwölf DNS-Strängen, zwölf Chakren oder erweiterten Resonanzräumen eine ganz andere Bedeutung. Sie wird nicht zum Dogma und nicht zur nächsten Lehre, die geglaubt werden muss. Sie wird zu einer Landkarte möglicher Verbindung.
Die eigentliche Reise beginnt jedoch nicht auf dem Papier.
Sie beginnt in dem Moment, in dem der Mensch seine Aufmerksamkeit zurückholt.
Wenn der permanente äußere Strom leiser wird, entsteht Raum für das, was aus dem Inneren kommt. Wenn Natur wieder unmittelbar erfahren wird, wächst die Verbindung zur Erde. Wenn Wahrnehmung klarer wird, öffnen sich feinere Resonanzräume. Und wenn diese Verbindungen sich vertiefen, bekommt höheres Bewusstsein immer mehr Raum, sich im menschlichen Leben auszudrücken.
Der Mensch muss dafür keine neue Identität erfinden.
Er darf sich erinnern.
An seine Verbindung.
An seine schöpferische Kraft.
An seine Verantwortung für das Leben.
An seine Stellung zwischen Erde und Kosmos.
Und an ein Bewusstsein, das größer ist als der Ausschnitt, den der Alltag gewöhnlich davon sichtbar macht.
Das ist der Weg vom Überleben zum erweiterten Bewusstsein.
Nicht fort von der Erde.
Nicht fort vom Körper.
Sondern tiefer hinein in den lebendigen Zusammenhang, zu dem beides gehört.
In Resonanz mit Natur und Kosmos.
Literatur- und Quellennachweis
- Marciniak, Barbara: Bringers of the Dawn – Teachings from the Pleiadians. Bear & Company, 1992. ISBN 978-0-939680-98-6.
Zentrale Quelle für die Darstellung der ursprünglichen zwölf DNS-Stränge, der zwölf Chakra-/Informationszentren, der „light-encoded filaments“, des Menschen als „steward“ der Erde sowie der erweiterten Wahrnehmungs- und Informationsmöglichkeiten. Der Verlag beschreibt das Werk selbst als Zusammenstellung aus mehr als 400 Stunden der ursprünglichen Channelings und nennt ausdrücklich zwölf DNA-Stränge und zwölf Chakra-Zentren. Simon & Schuster
Offizielle Verlagsseite – Bringers of the Dawn - Marciniak, Barbara: Earth – Pleiadian Keys to the Living Library. Bear & Company, 1994. ISBN 978-1-879181-21-2.
Weiterführende Primärquelle für das 12-Strang-Modell, die Zuordnung der zwölf Informationszentren, das Bild der Erde als „Living Library“, die erweiterten Resonanzräume sowie die Vorstellung der zwölf Stränge als miteinander verbundenes System. Die Originalausgabe erschien 1994 bei Bear & Company. Simon & Schuster
Offizielle Verlagsseite – Earth - Vijñānabhairava Tantra, insbesondere Vers 30.
Sanskrit-Primärtext. Dort erscheint ausdrücklich ein kramadvādaśakam, eine zwölffache Folge, die mit unterschiedlichen Stufen vom Groben über das Subtile bis zum höchsten Zustand verbunden wird. Für unseren Artikel ist dies die ältere, eigenständige Überlieferung eines Zwölfermodells; sie wird nicht mit Marciniaks System gleichgesetzt. Der Sanskrittext ist in der GRETIL-Edition vollständig einsehbar. Gretel
Sanskrit-Originaltext – Vijñānabhairava - Ānandabhaṭṭa: Vijñānakaumudī, traditioneller Kommentar zum Vijñānabhairava. In: The Vijñāna-Bhairava with Commentary Called Kaumadi by Ananda Bhatta, hrsg. von Mukunda Rāma Śāstrī, Kashmir Series of Texts and Studies, No. IX, 1918.
Diese historische Sanskritquelle ist relevant, wenn wir die zwölf Stationen des in Vers 30 genannten Zwölferweges einzeln benennen. Die Ausgabe von 1918 enthält den Grundtext zusammen mit dem Kommentar. Open Library
Ausgabe von 1918 – bibliografischer Nachweis und Digitalisat - Atharvaveda-Saṃhitā, Śaunaka-Rezension, Kāṇḍa XII, Sūkta 1 – Pṛthivī/Bhūmi Sūkta; besonders Mantra 12.1.35.
Alte Primärquelle für die unmittelbare Beziehung zwischen Mensch und Erde. Mantra 35 beschreibt, dass das der Erde Entnommene wieder wachsen soll und ihre lebenswichtigen Bereiche unversehrt bleiben sollen. Der Sanskrittext der Śaunaka-Rezension ist im TITUS-Textkorpus zugänglich; die betreffende Stelle ist als AVŚ 12.1.35 überliefert. TITUS
Atharvaveda-Saṃhitā – Sanskrit-Edition bei TITUS - Kuehnle, Matthias: Urlogik – Die Grundstruktur des Bewusstseins. epubli, 2. Auflage, 2025. ISBN 978-3-565-12455-8.
Grundlage für die im Kapitel verwendete Architektur des Bewusstseins: höheres bzw. ursprüngliches Bewusstsein als primäre Ebene; Körper, Gehirn, DNS sowie Resonanz- und Informationsstrukturen als Ausdrucks-, Erfahrungs- und Verbindungsebenen. Das Buch ist als eBook über epubli bzw. den Buchhandel veröffentlicht; als Erscheinungsdatum wird der 10. Dezember 2025 angegeben.
Webseite: meinbewusstsein.org
